
Nach Angaben des Innenministeriums demonstrierten rund 110.000 Menschen in der Hauptstadt Paris. Landesweit seien es mehr als 400.000 gewesen. Die Gewerkschaften sprechen von bis zu 800.000 Menschen. Bei der Hauptkundgebung in Paris blieb es zunächst weitgehend friedlich. Ab dem Nachmittag kam es jedoch zu Zusammenstößen. Nach Polizeiangaben griffen - Zitat - "mehr als 500 Randalierer" Ordnungskräfte an. Diese setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Ähnliche Berichte kamen unter anderem aus Städten wie Lyon, Bordeaux, Nantes und Lille.
Innenminister Nunez hatte landesweit 70.000 Polizisten mobilisiert. Wegen befürchteter Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende gab es in mehreren Städten Versammlungsverbote und Ausgangssperren. Die Demonstrationen richten sich unter anderem gegen hohe Lebenshaltungskosten und Misstände im französischen Bildungssystem.
Im Nachbarland Italien nahmen erneut Tausende an Protesten teil - unter anderem in Mailand, Bologna, Turin und der Hauptstadt Rom. Diese wurden teils ebenfalls von Gewalt überschattet.
Diese Nachricht wurde am 24.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
