Bundesrat
Länder fordern Schutz für Minderjährige vor gefährlichen Mutproben

Kinder und Jugendliche sollen nach dem Willen der Bundesländer besser vor gefährlichen Mutproben im Internet geschützt werden.

    Eine Jugendliche sitzt auf dem Boden und nutzt ein Smartphone - auf dem Display sind verschiedene Apps zu sehen.
    Der Bundesrat hat einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gefährlichen Mutproben im Netz beschlossen. (Elisa Schu/dpa)
    Die Länderkammer sprach sich dafür aus, das Strafrecht zu ändern. Anlass sei die wachsende Zahl gefährlicher Mutproben in Sozialen Medien, etwa der sogenannten Blackout-Challenge, bei der sich Kinder und Jugendliche selbst oder gegenseitig bis zur Ohnmacht würgen. Der Bundesrat forderte Strafen für den Fall, dass Minderjährige gezielt dazu verleitet werden, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu schädigen. Das geltende Strafrecht biete aktuell davor keinen ausreichenden Schutz, argumentierten die Länder.
    Zudem setzte sich der Bundesrat für ein Recht auf Vergessenwerden nach einer überstandenen Krebserkrankung ein. Er forderte die Bundesregierung in einer Entschließung auf, ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen. Ziel sei es, dass Betroffene beim Abschluss von Versicherungen oder bei der Vergabe von Krediten nicht mehr benachteiligt werden.
    Diese Nachricht wurde am 16.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.