05. November 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Redaktionen beschäftigen sich in ihren Kommentaren unter anderem mit dem Tod des Vorsitzenden der Freien Wähler, Hubert Aiwanger.

Hubert Aiwanger, (Freie Wähler) stellvertretender Ministerpräsident und bayerischer Wirtschaftsminister.
Der Tod des Freie-Wähler-Vorsitzenden Hubert Aiwanger ist eines der bestimmenden Themen in den Kommentaren. (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)
Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN würdigen vor allem die Persönlichkeit des Politikers:
"Aiwanger blieb ein Ungebeugter. Er konnte stur, er konnte derb, er konnte deutlich. Doch persönlich verletzend war er nie. Er kämpfte für die einfachen Leute, für die Handwerker und die Mittelständler. Und für die Heimat und den ländlichen Raum."
Der MÜNCHNER MERKUR erinnert an den politischen Aufstieg des bayerischen Vize-Ministerpräsidenten:
"Viele haben Hubert Aiwanger unterschätzt - und das später bereut. Er wurde intellektuell meist nicht erkannt als gewiefter Stratege, der die über Jahrzehnte alleinregierende CSU zwang, fortan ihre Macht zu teilen."
Das STRAUBINGER TAGBLATT hebt die Rolle Aiwangers innerhalb seiner Partei hervor:
"Hubert Aiwanger war der einzige Politiker im Freistaat, der außer CSU-Chef Markus Söder Bierzelte füllen und begeistern konnte. Zum großen Teil waren die Freien Wähler in Bayern Aiwanger, und Aiwanger war die Freien Wähler."
Das Magazin CICERO blickt auf die Zukunft der Freien Wähler:
"Unwahrscheinlich, dass der Erfolg der Freien Wähler ohne ihn größer werden wird. Wahrscheinlicher ist das Gegenteil: dass die Partei ohne ihn erstmal führungslos wirken wird und orientierungslos."
Thema im WIESBADENER KURIER sind die Pläne der Bundesregierung für eine Pflegereform, mit denen sich der Bundestag erstmals befasst hat:
"Die Pflegeversicherung steuert auf ein Milliardendefizit zu, welches durch notwendige Schritte wie die höhere Beitragsbemessungsgrenze nicht nachhaltig gedeckt werden kann. Deshalb ist die aktuelle Pflegereform nur eine kurzfristige Notoperation, nicht aber eine nachhaltige Therapie.“
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG bemerkt zum Gesundheitsminister:
"Noch doktert Linnemann, wie schon seine Vorgänger, an der kurzfristigen Finanzierung herum. Was zählt, ist die Stabilität der Beitragssätze. Diese bei steigenden Ausgaben beizubehalten, suggeriert mehr Effizienz im System, und dass man die Einzahler schone. Das aber ist Augenwischerei."
Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) setzt sich mit den Reformüberlegungen der Bundesregierung zur Rente auseinander:
"Der neue Arbeitsminister Alexander Schweitzer hat sich in den vergangenen Monaten als Kritiker der Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren profiliert. Jetzt muss er zeigen, ob er in der Lage ist, die Tür zu einem Kompromiss so weit zu öffnen, dass alle in der Koalition hindurchgehen können."