Bericht
Unions-Politiker diskutieren über Kompromiss zur abschlagsfreien Frührente

Im Koalitionskonflikt um die Frührente für besonders langjährig Versicherte wird in der Unions-Bundestagsfraktion nach Presseinformationen über einen Kompromiss diskutiert.

    Ein älterer Paar blickt auf einen See. Sie sind von hinten zu sehen, er trägt eine Mütze, zwischen ihnen steht eine Tasche.
    Symbolbild zum Thema Rente (picture alliance / dpa / Philip Dulian)
    Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sieht der Vorschlag vor, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren grundsätzlich beizubehalten. Allerdings sollten Erziehungs- und Pflegezeiten eingeschränkt oder nicht mehr berücksichtigt werden. In der Folge würde sich die Zahl der erforderlichen Jahre für zahlreiche Beschäftigte, die vorzeitig und ohne Verluste in Rente gehen möchten, deutlich erhöhen. Das Blatt zitiert einen nicht genannten Unions-Abgeordneten, der von einem ernsthaften Entgegenkommen in Richtung der Sozialdemokraten spricht.
    Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Schmidt äußerte sich skeptisch. Sie sagte dem Blatt, die Rente nach 45 Versicherungsjahren sei Ausdruck eines Respekts vor der Lebensleistung. Dazu gehörten für die SPD auch Kindererziehungszeiten.
    Laut dem Bericht wollte das SPD-geführte Bundesarbeitsministerium des neuen Ressortchefs Schweitzer den Vorstoß nicht kommentieren.
    Diese Nachricht wurde am 20.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.