Vor Stichwahl in Brasilien
Lula und Bolsonaro fordern Ausschluss des jeweils anderen

Kurz vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien fordern beide Kandidaten den Ausschluss des jeweils anderen.

    Plakate des brasilianischen Präsidenten und Sozialisten Luiz Inacio Lula da Silva und den rechtsextremen Kandidaten Flavio Bolsonaro hängen in Brasília nebeneinander an einer Leine. Dahinter Bäume.
    Wahlwerbung für den Lula da Silva und Flavio Bolsonaro in Brasília. (Evaristo Sa / Afp)
    Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, will Amtsinhaber Lula da Silva beim Obersten Gerichtshof beantragen, dass die Kandidatur seines Herausforderers Bolsonaro annulliert wird. Hintergrund sind Vorwürfe gegen den US-Konzern Meta. Dieser hat nach Angaben von Lulas Wahlkampfteam die Algorithmen von Facebook, Instagram und WhatsApp so manipuliert, dass der Kandidat benachteiligt wird. Meta wies die Vorwürfe zurück und sprach von technischen Problemen.
    Inzwischen hat auch Bolsonaro einen Antrag auf Annullierung von Lulas Kandidatur eingereicht. In diesem wird dem Amtsinhaber "Machtmissbrauch" vorgeworfen. Es geht um Lulas Beiträge bei WhatsApp.
    Die Stichwahl zwischen den beiden Politikern findet am 25. Oktober statt.
    Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.