PHP-Sicherheitslücke
IT-Experten appellieren, Unternehmen und Behörden bei unzureichendem Schutz in Haftung zu nehmen

Nach dem Bekanntwerden der Sicherheitslücke bei der Programmiersprache PHP fordern IT-Experten Nachbesserungen bei der Cybersicherheit und eine Haftung bei unzureichendem Schutz.

    Manuel Atug auf der Digitalmesse Re:publica
    Der Experte für Onlinesicherheit, Manuel Atug (Archivbild) (picture alliance / dts-Agentur)
    Der Sprecher der Arbeitsgruppe Kritische Infrastruktur, Atug, sagte im Deutschlandfunk, es handle sich im Fall PHP um ein gravierendes Ausmaß. Mit Blick auf unzureichende Schutzmaßnahmen bei Nutzern der betroffenen Webanwendungen, kritisierte Atug, dass deutsche Unternehmens- und Behördenleitungen die Verantwortung oftmals nicht wahr- oder ernst nähmen. Der IT-Experte sprach sich dafür aus, in einem solchen Fall Rechtsdurchsetzungen vorzunehmen. Atug bezeichnete Lücken bei der Cybersicherheit der deutschen Wirtschaft als - so wörtlich - "riesig großes offenes Scheunentor" und verwies auf Schäden in Milliardenhöhe.
    Auch der Sprecher des Chaos Computer Clubs, Neumann, sprach sich im Deutschlandfunk dafür aus, Betreiber von Webseiten bei Fahrlässigkeit in Haftung zu nehmen, insbesondere bei gefährdeten Kundendaten.
    Mehr Informationen zu der Sicherheitslücke und ihren Folgen finden Sie hier.
    BSI: Gefahr noch nicht gebannt
    Diese Nachricht wurde am 22.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.