
Das STRAUBINGER TAGBLATT begrüßt die Neuerung:
"Entscheidend ist, dass der Einstieg nicht vom Engagement der Eltern abhängt. Die Frühstartrente bietet jungen Menschen die Chance, am eigenen Depot zu verstehen, wie Geldanlage funktioniert."
Kritik kommt dagegen von der BADISCHEN ZEITUNG aus Freiburg:
"Erstens ist die Frühstartrente eine Förderung mit der Gießkanne - was sich der klamme Staat nicht leisten kann. Zweitens besteht die Gefahr, den Kids eine fragwürdige Botschaft zu vermitteln: Sparen heißt, dass der Staat einem Geld schenkt. Und drittens ist die Frühstartrente ein staatliches Förderprogramm für Banken und Versicherungen. Angesichts der langen Laufzeiten bei der Frühstartrente sorgen die hohen Gebühren für einen massiven Renditeverlust."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG konstatiert:
"Hätten deutsche Regierungen schon früher ein solches Vertrauen in die Kapitalmärkte gehabt, das deutsche Rentensystem stünde auf solideren Füßen."
Auch eine Erhöhung der Tabaksteuer wurde beschlossen. Die MÄRKISCHE ALLGEMEINE aus Potsdam sieht dies kritisch:
"Man könnte meinen, es gehe dem Staat um die Gesundheit seiner Bürgerinnen und Bürger. Doch um die positiven gesundheitlichen Effekte der Tabaksteuer geht es der Bundesregierung nicht. Sonst hätte sie dafür gesorgt, dass die Mehreinnahmen zur Gesundheitsprävention genutzt werden. Die Tabaksteuer erfüllt am Ende nur einen Zweck: Sie soll die großen Löcher im Bundeshaushalt stopfen",
moniert die MÄRKISCHE ALLGEMEINE.
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG richtet den Fokus auf die verbalen Angriffe von US-Präsident Trump auf den ukrainischen Präsidenten Selenskyj:
"Trump hofiert nicht nur Kreml-Chef Putin, sondern diskreditiert zugleich Selenskyj. Statt anzuerkennen, dass sein Krieg gegen Iran die Energiekrise ausgelöst hat, gibt Trump nun Selenskyj die Schuld und fordert die Ukraine auf, sich einen neuen Staatschef zu suchen. Dass Trump gut sein würde für Putin, war stets absehbar – dass es sich so grotesk offenbaren würde, hat vermutlich selbst Putin nicht gehofft."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE geht auf die Reaktion der Europäer ein:
"Beim EU-Gipfel haben sie sich mit direkter Kritik zurückgehalten. Doch die Bilder mit Selenskyj im Kreis der Partner durften sowohl als Botschaft an Moskau als auch an das Weiße Haus verstanden werden: Hier steht man weiter hinter der Ukraine."
Zum Abschluss noch die FRANKFURTER RUNDSCHAU zur gemeinsamen Initiative Deutschlands und Frankreichs für eine Abkehr vom sogenannten Verbrenner-Aus bis 2035:
"Kanzler Merz gibt den Retter der deutschen Autoindustrie. Aber was der Kanzler als Erfolg verkauft, dürfte sich als historischer Fehler erweisen."
