Altersvorsorge
Bundestag beschließt sogenannte Frühstartrente

Kinder sollen ab dem kommenden Jahr zehn Euro im Monat vom Staat für ihre Altersvorsorge bekommen.

    Blick in den Plenarsaal des Bundestages
    Bundestag (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Der Bundestag verabschiedete mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD einen entsprechenden Gesetzentwurf. Die Vorlage aus dem Finanzministerium sieht vor, dass - beginnend mit dem Geburtsjahrgang 2020 - jedes Kind zwischen sechs und 18 Jahren zehn Euro pro Monat vom Staat bekommt. Sie fließen in ein Vorsorgedepot. Eltern können den Betrag auf rund 7.000 Euro jährlich erhöhen. Auszahlungen sollen ab dem 65. Geburtstag möglich sein. In der vorangegangenen Debatte lobten Abgeordnete von Union und SPD den Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersversorgung im jungen Alter. Bis zum 65. Lebensjahr würden etwa 53.000 Euro zusammenkommen. Zudem könnten schon Kinder mehr über die Funktionsweise des Kapitalmarkts erfahren. Vertreter der AfD äußerten Unterstützung für das Vorhaben, bemängelten aber den vom Staat eingezahlten Beitrag als zu niedrig. Politiker von Grünen und Linken monierten, die Frühstartrente verstärke soziale Ungleichheit. Bevor die Frühstartrente in Kraft treten kann, ist noch die Zustimmung des Bundesrates notwendig.
    Diese Nachricht wurde am 16.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.