
Der 55-jährige erhielt bei der Abstimmung im Parlament in Bukarest 280 Stimmen; 58 Abgeordnete votierten gegen ihn. Er steht nun an der Spitze einer von der sozialdemokratischen PSD dominierten Minderheitsregierung. Die bürgerlich-konservative PNL unterstützte zwar seine Wahl zum Ministerpräsidenten, betrachtet sich aber als Oppositionspartei.
Die Wahl Niculescus beendet eine mehr als fünfmonatige politische Krise in Rumänien. Sein Vorgänger Bolojan von der PNL war im Mai durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden und nur noch kommissarisch im Amt. Hintergrund waren dessen Sparmaßnahmen, um das hohe Haushaltsdefizit des Landes zu reduzieren. Seitdem waren bereits drei Versuche gescheitert, einen neuen Ministerpräsidenten zu wählen.
Diese Nachricht wurde am 21.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
