New York
UNO-Sicherheitsrat fordert Aufklärung zu tödlichen Drohnenangriffen im Sudan

Nach Drohnenangriffen in einer umstrittenen Grenzregion zwischen dem Sudan und dem Südsudan mit dutzenden Toten haben die Staaten des UNO-Sicherheitsrats Aufklärung gefordert.

    Blick von oben  auf die kreisförmige Sitzordnung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen während einer Sitzung.
    Der UNO-Sicherheitsrat in New York (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    In einer Erklärung des Gremiums hieß es zudem, man verurteile die Attacken auf einen Markt auf das Schärfste. Gezielte Angriffe auf Zivilisten seien Kriegsverbrechen.
    Bei den Attacken am Montag waren nach Angaben örtlicher Behörden mindestens 150 Menschen getötet worden. Demnach wurden Tanklastwagen auf dem Markt angegriffen, und es entstand ein Großfeuer. Die Regierung des Südsudan machte die sudanesische Armee für die Attacken verantwortlich. Der Sudan bestritt dies.
    Der Südsudan hatte sich im Jahr 2011 nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg vom Sudan abgespalten. Die Zugehörigkeit der Region Abyei ist zwischen beiden Staaten bis heute ungeklärt. Seit 2011 ist dort eine UNO-Friedensmission stationiert.
    Diese Nachricht wurde am 24.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.