Britisches Unterhaus
Abgeordnete stimmen gegen Gesetz zur Suizidbeihilfe in England und Wales

In England und Wales kommt das Recht auf Sterbehilfe für unheilbar Kranke erst einmal doch nicht.

    Gezeigt ist ein Mann in einem Krankenhausbett. Eine nicht erkennbare Person hält seine linke Hand.
    Beihilfe zum Suizid ist in England und Wales derzeit eine Straftat. (imago images / Martin Wagner )
    Die Mehrheit der Abgeordneten im britischen Unterhaus stimmte gegen den Gesetzentwurf, den eine Labour-Abgeordnete eingebracht hatte. Das Gesetz hätte schwerkranken Erwachsenen in England und Wales mit einer Lebenserwartung von weniger als sechs Monaten unter bestimmten Voraussetzungen einen assistierten Suizid ermöglicht. Derzeit gilt Beihilfe zum Suizid in England und Wales als Straftat.
    Noch im vergangenen Jahr hatten sich die Abgeordneten im Unterhaus für einen Gesetzentwurf zur Legalisierung der Sterbehilfe ausgesprochen. Anschließend stieß das Vorhaben jedoch auf Widerstand im Oberhaus.
    Die katholische Bischofskonferenz von England und Wales begrüßte das Ergebnis der Abstimmung. Dadurch sei es gelungen, Würde und Heiligkeit des menschlichen Lebens zu verteidigen, hieß es.
    Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.