Berichte über Baumängel
Ägyptens Atombehörde wirft russischem Rosatom-Konzern "vorsätzliche Fahrlässigkeit" vor

Ägyptens Atombehörde hat dem russischen Staatskonzern Rosatom offenbar schwere Mängel beim Bau des ersten Atomkraftwerks des Landes, El Dabaa, vorgeworfen.

    Zu sehen ist das Logo des russischen Atomkonzerns Rosatom.
    Das Logo des russischen Atomkonzerns Rosatom (picture alliance / dpa / RIA Novosti / Sergey Mamontov)
    Das geht aus internen Dokumenten hervor, über die das Nachrichtenportal Politico berichtet. In den Papieren sei von "vorsätzlicher Fahrlässigkeit", mangelhafter Ausführung und dem Versuch von Rosatom, den wahren Status der Verzögerungen zu vertuschen, die Rede. Die Entwicklungen in Ägypten haben auch Ungarn auf den Plan gerufen. Rosatom verantwortet in dem Land das Reaktorprojekt Paks II. Der ungarische Ministerpräsident Magyar leitete nun eine offizielle Überprüfung des Bauvorhabens ein. Rosatom wies die Vorwürfe zurück und erklärte, man halte die höchsten Standards nuklearer Sicherheit ein. Das werde zudem durch die Regierungen Russlands und Ägyptens sowie der Leitung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigt.
    Aufgrund der Berichte rief der ukrainische Außenminister Sybiha dazu auf, Rosatom im nächsten Sanktionspaket der EU zu berücksichtigen.
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.