Er ist der erste Landtagspräsident der AfD in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte. Der 35-Jährige kündigte an, ausgleichend zu handeln und versicherte, das Amt überparteilich zu führen. Er betonte, die Zeiten von politischen Brandmauern sollten der Vergangenheit angehören.
Die Bundessprecher der AfD, Weidel und Chrupalla, sprachen von einem Sieg des Wählerwillens.
Rausch erhielt 48 Ja-Stimmen. Die BSW-Fraktion hatte angekündigt, ihn zu wählen und ihm damit zu einer Mehrheit zu verhelfen, aber es kamen noch mehrere zusätzliche Stimmen dazu.
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Haßelmann, warf der CDU vor, Abgeordnete aus ihren Reihen hätten für Rausch gestimmt. Das sei unverantwortlich. Sie erwarte eine unmissverständliche Erklärung von Bundeskanzler Merz mit Blick auf die Ministerpräsidentenwahl im Magdeburger Landtag im Dezember. Ähnlich äußerte sich die Linken-Fraktionschefin im Bundestag, Reichinnek, die die Wahl Rauschs eine Schande nannte.
Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
