Bekanntgabe in Stockholm
"Alternativer Nobelpreis" - Auszeichnung geht unter anderem an Anwälte aus Georgien und Pakistan

Der sogenannte Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an drei Frauen aus Pakistan, den USA und dem südlichen Afrika sowie an eine Organisation aus Georgien. Das gab die Right Livelihood Stiftung, die die Preise verleiht, in Stockholm bekannt.

    Das Logo des Right Livelihood Award, des Alternativen Nobel-Preises.
    Das Logo des Right Livelihood Award, des Alternativen Nobel-Preises. (dpa / picture alliance / epa Penny)
    Ausgezeichnet wird unter anderem die pakistanische Anwältin Jalila Haider, die mit ihrer Kanzlei für die Rechte der unterdrückten Hazara-Gemeinschaft eintritt. Geehrt werden auch ein Verband von Kleinbäuerinnen im südlichen Afrika sowie die US-Informatikerin Timnit Gebru, die sich für Gerechtigkeit bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz einsetzt.

    Kostenlose Rechtsberatung

    Ein weiterer Preisträger ist eine Vereinigung junger Juristen in Georgien, die für Demokratie in ihrem Land kämpft. Die Anwältinnen und Anwälte bieten eine kostenlose Rechtsberatung für diejenigen an, die unter den Repressionen der zunehmend autokratisch agierenden georgischen Regierung leiden.

    Prominente Preisträgerinnen und Preisträger

    Der Alternative Nobelpreis wird seit 1980 jährlich verliehen. Offiziell heißt die Auszeichnung "Right Livelihood Award", also "Preis für richtige Lebensweise". Zu den früheren Preisträgern zählen große Namen wie die schwedische Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, der US-Whistleblower Edward Snowden und die schwedische Aktivistin Greta Thunberg.
    Weitaus häufiger geht der Preis jedoch an international eher weniger bekannte Persönlichkeiten, denen mit der Auszeichnung mehr Gehör verschafft werden soll.
    Diese Nachricht wurde am 30.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.