
Nach Angaben von Amnesty dokumentierte Quzmar Menschenrechtsverletzungen im Westjordanland, im Gazastreifen und in Ostjerusalem für UNO-Gremien und internationale Gerichte. Zudem habe er Kindern und ihren Familien Rechtsbeistand sowie psychosoziale Unterstützung ermöglicht.
Repressionen und Diffamierungen
Quzmar leitete lange als Generaldirektor die Organisation "Defense for Children International – Palestine". Laut Amnesty schloss er die Organisation in diesem Frühjahr nach mehr als 35 Jahren "aufgrund der anhaltenden Schikanen". Der im Westjordanland ansässige Rechtsanwalt sei wegen seiner Arbeit Repressionen und Diffamierungen durch israelische Behörden ausgesetzt.
Die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Duchrow, würdigte Quzmar als Stimme palästinensischer Kinder. Zugleich warf sie auch Deutschland als Verbündetem der israelischen Regierung vor, die Augen vor Menschenrechtsverletzungen zu verschließen und mit Waffenlieferungen zu Verstößen beizutragen.
Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und soll am 25. November in Berlin verliehen werden. Zuletzt wurde die kolumbianische Fischerorganisation Fedepesan ausgezeichnet.
Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
