
Das ergab eine Auswertung der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf Daten von Nichtregierungsorganisationen stützt. Demnach wurde fast die Hälfte der heute bestehenden Ansiedlungen seit 2023 errichtet.
Nach Angaben der Organisation "Peace Now" gibt es im Westjordanland einschließlich Ostjerusalems inzwischen mehr als 550 Siedlungen und Außenposten. Dort leben mehr als 500.000 israelische Siedler; in Ostjerusalem weitere 200.000. Besonders stark gewachsen ist die Zahl sogenannter Außenposten. Dabei handelt es sich um kleinere Ansiedlungen, die oft zunächst ohne offizielle Genehmigung errichtet werden. Menschenrechtsorganisationen werfen den israelischen Behörden vor, solche Außenposten zunehmend nachträglich zu legalisieren.
Die Vereinten Nationen betrachten die israelischen Siedlungen in den besetzten Palästinensergebieten als völkerrechtswidrig. Israel weist diese Auffassung zurück.
Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
