
Damit lässt sich feststellen, ob beim Fötus genetische Besonderheiten wie eine Trisomie – bekannt als Down-Syndrom – vorliegen. Eigentlich sollte die Untersuchung nur in Einzelfällen zum Einsatz kommen. Krankenkassendaten zeigen jedoch, dass fast jede zweite Schwangere den Test nutzt. Mehr als 100 Bundestagsabgeordnete äußern die Sorge, der Test könne zur Routine werden, sodass sich Frauen zu der Untersuchung gedrängt fühlen und eine gesellschaftliche Selektion entstehe. Die Akzeptanz für Menschen mit Behinderungen drohe weiter zu sinken und die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche zu steigen. Außerdem sei der NIPT-Test nicht zu 100 Prozent zuverlässig. Die Abgeordneten fordern ein Monitoring, um die Folgen der Kassenzulassung zu erheben. Zudem soll ein Expertengremium überwachen und prüfen, welche ethischen und gesundheitlichen Folgen die Zunahme der Tests hat.
Ein ähnlicher Antrag war wegen des Bruchs der Vorgängerkoalition von SPD, Grünen und FDP ohne Abstimmung geblieben.
Diese Nachricht wurde am 08.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
