München
Antisemitischer Anschlag mit sieben Toten von 1970 womöglich aufgeklärt

56 Jahre nach einem Brandanschlag auf ein jüdisches Altersheim in München mit sieben Toten meldet die Justiz bei der Aufklärung einen Teilerfolg.

    Eine Bewohnerin des Altenheims wird nach dem Anschlag mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Frau liegt auf einer Trage, die von mehreren Helfern getragen wird. Das Foto ist in schwarzweiß.
    Eine Bewohnerin des Altenheims wird nach dem Anschlag mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. (Joachim Barfknecht/dpa)
    Wie die Generalstaatsanwaltschaft der bayerischen Landeshauptstadt mitteilte, handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Mann aus dem rechten Milieu, der allerdings bereits 2020 verstorben sei. Neue Ermittlungsergebnisse sprächen deutlich für eine Täterschaft, auch wenn der Fall wegen seines Todes nicht abschließend geklärt werden könne.
    Bei dem Anschlag am 13. Februar 1970 waren sieben Menschen getötet worden, die den Holocaust überlebt hatten. Im Jahr 2017 stellte der Generalbundesanwalt das Verfahren ein. 2025 seien die Ermittlungen nach Hinweisen aus der Bevölkerung wieder aufgenommen worden, hieß es.
    Die Generalstaatsanwaltschaft wies darauf hin, dass auch postmortal die Unschuldsvermutung gelte. Auch sei nicht ganz sicher, ob der Verdächtige allein gehandelt habe.
    Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.