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Bundesärztekammer
Apotheken sind keine "Arztpraxen to go"

Die Bundesärztekammer hat sich gegen den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Lauterbach ausgesprochen, bestimmte Vorsorgeuntersuchungen auch in Apotheken durchführen zu lassen.

    Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer
    Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (picture alliance/dpa)
    In einer Erklärung des Verbandspräsidenten Reinhardt heißt es, Apotheken seien von großer Bedeutung für die qualifizierte Versorgung mit Arzneimitteln. Sie seien aber keine "Arztpraxen to go". Die Politik wolle seit Jahren systematisch medizinische Leistungen aus der ärztlichen Versorgung in die Apotheken verlagern. Dies seien jedoch nur teure Parallelangebote, die einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen könnten.
    Lauterbach will, dass Vorsorgeuntersuchungen etwa zu Bluthochdruck, Cholesterin und Diabetes künftig auch in Apotheken gemacht werden können und diese dafür honoriert werden. Er begründete seinen Vorstoß damit, dass insbesondere für jüngere Menschen die Hemmschwelle sinken würde, sich durchchecken zu lassen.
    Diese Nachricht wurde am 16.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.