
Lehrkräfte und pädagogisches Personal sollten besonders aufmerksam sein. Da sexuelle Gewalt häufig im familiären Umfeld geschehe, könne das Risiko für gefährdete Kinder während der Ferien steigen. Kindesmissbrauch betreffe im Schnitt ein bis zwei Schüler pro Klasse. In den meisten pädagogischen Ausbildungen und Studiengängen fehle das Thema Prävention von sexuellem Missbrauch bis heute, sodass in Schulen ein großer Bedarf an Basiswissen bestehe.
Die Behörde bietet unter anderem einen kostenlosen Online-Kurs zum Schutz von Schülern vor sexuellem Missbrauch. Als Signale von Kindern für einen möglichen Missbrauch gelten unter anderem plötzliche Verhaltensänderungen, altersuntypisches sexualisiertes Verhalten oder ungeklärte körperliche Verletzungen.
Die Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Claus, hatte Mitte Oktober ihren ersten gesetzlich verankerten Bericht vorgelegt. Für Kinder und Jugendliche sei das Risiko, sexualisierte Gewalt zu erleben, noch nie so hoch gewesen wie heute, erklärte sie. Laut Kriminalstatistik zählte die Polizei im vergangenen Jahr mehr als 17.000 Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs und damit rund 1.600 mehr als noch vor fünf Jahren.
Diese Nachricht wurde am 30.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
