Angriff auf Passagiermaschine
Arabische Ermittler sprechen von Terroranschlag - Co-Pilot galt offenbar als Sicherheitsrisiko

Der Angriff im Cockpit einer Passagiermaschine auf dem Weg nach Israel war nach Einschätzung der Vereinigten Arabischen Emirate ein versuchter Terroranschlag. Der Co-Pilot galt Medienberichten zufolge als Sicherheitsrisiko.

    Vereinigte Arabische Emirate, Dubai: Ein Flugzeug hebt ab, während ein Flugzeug der Fluggesellschaft Flydubai auf dem Rollfeld des Dubai International Airport steht.
    Eine Maschine der Fluggesellschaft "Flydubai" mit 174 Passagieren hatte am Mittwoch auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv notlanden müssen. (Uncredited / AP / dpa)
    Der Generalstaatsanwalt teilte in Abu Dhabi mit, der Täter habe den Piloten mit einer sogenannten Notfall-Axt angegriffen. Er wollte die Kontrolle über das Flugzeug übernehmen, um eine Terrorattacke auszuführen. Zuvor hatte bereits die israelische Regierung von einem versuchten Terrorakt gesprochen.
    Laut übereinstimmenden US-Medienberichten stammt der Mann aus dem Oman. Er soll wegen Sicherheitsbedenken aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen und mit einem Flugverbot belegt worden sein. Auf seinem Handy war demnach extremistisches Material entdeckt worden. 

    Passagiere überwältigen Angreifer - Pilot verletzt

    Der Zwischenfall ereignete sich an Bord einer Maschine der Fluggesellschaft "Flydubai" mit 174 überwiegend israelischen Passagieren an Bord. Reisende konnten den Angreifer überwältigen und einen Absturz des Flugzeugs verhindern. Der verletzte Pilot erklärte in einemTelefonat mit Indiens Premierminister Modi, er habe die Tür zum Cockpit geöffnet. Ein an Bord befindlicher Reservepilot landete die Maschine dann in Tabuk in Saudi-Arabien.
    Diese Nachricht wurde am 03.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.