FIFA-Weltverband
Arabische und afrikanische Verbände stützen FIFA-Chef Infantino

Der unter Druck geratene FIFA-Präsident Gianni Infantino hat im Machtkampf um die Zukunft des Fußball-Weltverbands die Unterstützung von arabischen und afrikanischen Verbänden erhalten. In einer Erklärung nach einer Sitzung der Union of Arab Football Associations (UAFA) im saudischen Dschidda hieß es, Infantino habe in den vergangenen zehn Jahren "die Einheit der weltweiten Fußball-Gemeinschaft gestärkt, den Fußball weiterentwickelt und seine globale Reichweite deutlich vergrößert".

    Das Bild zeigt einen lachendenen Gianni Infantino, der einen Daumen nach oben streckt.
    FIFA-Präsident Gianni Infantino wollte Anteile der Fußball-WM an private Investoren verkaufen (picture alliance / PA Images / Bradley Collyer)
    Weiter hieß es, man bekräftige die ”Unterstützung und Wertschätzung” für den Chef des Weltverbandes. Der UAFA gehören 22 nationale Verbände aus den Kontinentalverbänden aus Asien (AFC) und Afrika (CAf) an. Dazu zählen unter anderem auch der ehemalige WM-Gastgeber Katar (2022) und der künftige Saudi-Arabien (2034). Zu der teils finanzstarken Region pflegt Infantino traditionell gute Beziehungen. Zuletzt hatte der FIFA-Chef im September mit einem Schreiben an die 211 Mitgliedsverbände für einen offenen Dialog über mögliche Reformen geworben und damit offenkundig versucht, die Stimmung zu seinen Gunsten wieder zu drehen. Zugleich stellte er den Verbänden weitere Gelder aus FIFA-Reserven in Aussicht.

    Bislang noch kein Gegenkandidat

    Infantino war unter anderem nach einem Vorstoß zur Vermarktung der WM-Rechte durch externe Investoren im Sommer erheblich unter Druck geraten. Auch der Führungsstil des 56 Jahre alten Chefs des Weltverbandes wird kritisiert. Im März kommenden Jahres steht die Wahl zum FIFA-Präsidenten an. Infantino strebt eine weitere Amtszeit an. Allerdings hat sich inzwischen vor allem in Europa sowie Nord- und Mittelamerika eine starke Opposition gebildet. Einen Gegenkandidaten für die Wahl haben die Verbände indes bislang nicht benannt.
    Diese Nachricht wurde am 02.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.