Studie
Arbeiten zum Mindestlohn bringt deutlich mehr als Grundsicherung

Wer auf Vollzeitbasis zum Mindestlohn arbeitet, hat ein deutlich höheres Einkommen als Empfänger von Grundsicherung.

    Ein rotes Schild mit der Aufschrift "Mindestlohn" wird während einer Aktion des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hochgehalten.
    Der Mindestlohn in Deutschland liegt bei 13,90 Euro. (dpa / Jens Wolf)
    Das geht aus einer Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor, die in Düsseldorf vorgestellt wurde. Demnach liegt der Einkommensvorteil bei einer alleinstehenden Person in diesem Jahr im bundesweiten Durchschnitt bei rund 623 Euro monatlich. Eine Alleinerziehende mit einem Kind habe bei Vollzeitbeschäftigung 757 Euro mehr zur Verfügung, eine Familie mit zwei Kindern und einem Alleinverdiener 749 Euro. Dabei sind den Angaben zufolge auch Sozialleistungen wie Wohngeld und Kinderzuschlag berücksichtigt.
    Im Vergleich zu 2025 stieg der Lohnabstand, ⁠weil der Mindestlohn erhöht ⁠wurde, während die Regelsätze der Grundsicherung unverändert blieben.
    Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.