Studie
Arbeitslosigkeit stieg nach Ende der DDR teils von 0 auf 20 Prozent

Nur 17 Prozent der Beschäftigten in der DDR haben drei Jahre nach der Wende noch denselben Beruf ausgeübt wie davor. Das geht aus einer Studie der Rockwool Foundation Berlin hervor.

    Ein Rest der Berliner Mauer mit einem Loch vor dem Finanzministerium
    Berliner Mauer, Finanzministerium (picture alliance / Ipon / Stefan Boness)
    Deren stellvertretende Leiterin Spitz-Oener sprach von einer "beruflichen Umwälzung in einem Ausmaß, das Westdeutsche schlicht nicht kannten". In Westdeutschland arbeiteten bei den Männern im selben Zeitraum 70 Prozent weiter in ihrem Beruf, bei den Frauen 63 Prozent.
    Die Arbeitslosenquote in Ostdeutschland stieg bis 1992 von null auf zehn Prozent bei den Männern und auf rund ​20 Prozent bei den Frauen. Im Westen war die Quote damals deutlich niedriger. Vor allem Ostdeutsche um die 60 verloren zur Wendezeit häufig ihren Job oder gingen in den Frühruhestand. Das betraf etwa 80 Prozent der Männer in dieser Altersklasse und 49 Prozent der Frauen.
    Grund für die Umbrüche am Arbeitsmarkt waren vor allem der technische Nachholprozess bei vielen ostdeutschen Firmen, neue Produktionsanforderungen und der Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft.
    Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.