
Deren stellvertretende Leiterin Spitz-Oener sprach von einer "beruflichen Umwälzung in einem Ausmaß, das Westdeutsche schlicht nicht kannten". In Westdeutschland arbeiteten bei den Männern im selben Zeitraum 70 Prozent weiter in ihrem Beruf, bei den Frauen 63 Prozent.
Die Arbeitslosenquote in Ostdeutschland stieg bis 1992 von null auf zehn Prozent bei den Männern und auf rund 20 Prozent bei den Frauen. Im Westen war die Quote damals deutlich niedriger. Vor allem Ostdeutsche um die 60 verloren zur Wendezeit häufig ihren Job oder gingen in den Frühruhestand. Das betraf etwa 80 Prozent der Männer in dieser Altersklasse und 49 Prozent der Frauen.
Grund für die Umbrüche am Arbeitsmarkt waren vor allem der technische Nachholprozess bei vielen ostdeutschen Firmen, neue Produktionsanforderungen und der Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft.
Diese Nachricht wurde am 01.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
