Pompeji
Archäologen entdecken Schmuck und Münzen in 2.000 Jahre altem Schrank

Archäologen haben in Pompeji Schmuck, Kosmetika und Münzen in einem Schrank gefunden, der seit dem Vesuv-Ausbruch im Jahr 79 nach Christus versiegelt war. Die Fundstücke gewähren den Angaben zufolge einen Einblick in das Alltagsleben der antiken römischen Stadt, bevor sie durch den Vulkanausbruch zerstört wurde.

    Auf Lehmboden stehen Schüsseln und Amphoren
    Teile des Fundes in Pompeji (Archaeological Park of Pompeii)
    Wie Archeology News Online berichtet, befand sich das Möbelstück in einem Haus an der Via dell’Abbondanza, einer der einst belebtesten Straßen der antiken Stadt. Der Schrank enthielt neben persönlichen Erinnerungsstücken einer Frau auch wertvolle Münzen sowie die Überreste von zwei Mäusen.
    Eines der bemerkenswertesten Stücke ist demnach eine Halskette mit mehr als 20 kleinen Anhängern, die mehrere Gottheiten darstellen. Diese Art von Halskette wurde traditionell von Kindern getragen. Das Klappern der dekorativen Anhänger soll den Eltern geholfen haben, ihre Kinder im Blick zu behalten.

    Detailliertes Bild aus dem Alltag einer Frau

    Die Objekte zeichnen nach Angaben der Archäologen ein detailliertes Bild aus dem Alltag einer Frau in der Antike. Zu ihren Utensilien gehörten Pinzetten, ein kleiner Stößel zum Anrühren von Kosmetika, ein Parfümfläschchen aus Glas und ein Weihrauchbrenner. Neben den Pflegeartikeln stießen die Forschenden auf eine Bronzelampe und Bleigewichte. Die Gewichte deuten darauf hin, dass im Haushalt Handel getrieben wurde.
    Bei Ausgrabungen in Pompeji werden immer noch regelmäßig Funde aus den Ruinen geborgen. So wurde im vergangenen Jahr ein großer und aufwendig gestalteter Thermal-Bade-Komplex entdeckt. Dessen Eigentümer soll ihn dazu genutzt haben, wohlhabende Gäste zu umwerben.
    Diese Nachricht wurde am 31.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.