
Klein sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, viele jüdische Familien dächten tatsächlich darüber nach, ob sie dann woanders leben sollten. Er nannte es alarmierend, wenn eine vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei auf Landesebene politische Verantwortung übernähme. Klein ist seit 2018 Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus. Seine Amtszeit endet mit diesem Monat.
Am Donnerstag hatte bereits die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Knobloch erklärt, sie rechne im Falle einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt mit einer Auswanderung von Juden.
Die Landtagswahl in dem Bundesland findet am 6. September statt; in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. In den beiden Flächenländern liegt die AfD in Umfragen vorn.
Diese Nachricht wurde am 22.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
