Bei Ministerpräsidentenwahl
Aus Angst vor heimlichen AfD-Stimmen: CDU Sachsen-Anhalt erwägt, Plenarsaal zu verlassen

In der CDU Sachsen-Anhalt gibt es Überlegungen, vor der Ministerpräsidentenwahl im Dezember geschlossen den Plenarsaal zu verlassen.

    Sven Schulze (l, CDU) und Stefan Ruland (M, CDU) während der konstituierenden Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt.
    Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Sven Schulze (l.), und CDU-Parlamentsgeschäftsführer Stefan Ruland (M.) (Jan Woitas / dpa pool / dpa)
    Ein entsprechender Antrag wird heute in der Fraktionssitzung zur Abstimmung gestellt, teilten Fraktionschef Schulze und Parlamentsgeschäftsführer Ruland mit. Die CDU will dem Verdacht aus dem Weg gehen, aus ihren Reihen könnte es Stimmen für den AfD-Kandidaten Siegmund geben. Hintergrund sind die Wahlen zum sachsen-anhaltischen Landtagspräsidium vergangene Woche. Der AfD-Bewerber Rausch war mit mehr Stimmen zum Präsidenten gewählt worden, als zuvor von den Parteien angekündigt worden war. Neben der AfD hatte das BSW erklärt, Rausch zu wählen. Auch bei der Wahl des Landtagsvizepräsidenten von der AfD, Tillschneider, gab es mehr Stimmen, obwohl das BSW ihm wegen seiner politischen Ausrichtung die Unterstützung verweigert hatte. Der CDU wurde anschließend unterstellt, Abgeordnete aus ihren Reihen hätten für die AfD-Politiker gestimmt.
    Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.