Gesellschaft
Sexualisierte Gewalt gegen Kinder: Bundesbeauftragte Claus legt Bestandsaufnahme vor

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen stellt heute erstmals ihren Bericht zum Ausmaß von sexualisierter Gewalt vor. Mit der Erhebung müssen sich in der Folge auch Bundesregierung und Bundestag befassen.

    Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen Kerstin Claus
    Kerstin Claus ist Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. (Archivbild) (picture alliance / Ipon / Stefan Boness)
    Der Bericht liefert neben Daten zu den Verbrechen auch Informationen zum Stand von Prävention, Hilfe und Aufarbeitung. Erstmals berichtet Amtsinhaberin Claus auf Grundlage des seit Juli 2025 geltenden Gesetzes, das die staatlichen Strukturen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt stärken soll. Mit dem Gesetz sind auch die Rechte Betroffener gestärkt worden. Sie haben jetzt ein Recht auf Akteneinsicht in den Jugendämtern.
    Zugleich stellt die Vorsitzende der Unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, Gebrande, ihren Bericht vor. Die Kommission hat nach eigenen Angaben inzwischen die Erfahrungen von mehr als 3.000 Menschen aufgenommen und ausgewertet.
    Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.