Vandalismus
Ausschreitungen nach "Gen Z regelt"-Protest: Erste Bilanz der Polizei

Nach Ausschreitungen in der Nacht in mehreren deutschen Städten haben Sicherheitsbehörden eine erste Bilanz gezogen.

    Randalierer treten in Frankfurt am Main die Schaufensterscheibe eines Waffengeschäfts ein und entwenden Waffen.
    Randalierer treten in Frankfurt am Main die Schaufensterscheibe eines Waffengeschäfts ein und entwenden Waffen. (dpa / Andreas Arnold)
    Hessens Innenminister Poseck erklärte, in Frankfurt am Main seien mehr als 100 Polizisten verletzt worden, einer davon schwer. Es habe Plünderungen, beschädigte Geschäfte und Festnahmen gegeben. Der CDU-Politiker sprach von 1.500 gewaltbereiten Störern, die - wie er es fomulierte - überwiegend aus einem migrantischen Milieu stammten. Poseck machte zudem Linksextremisten für Angriffe auf Polizisten mit Pyrotechnik, Steinen und Flaschen verantwortlich. Der
    innenpolitische Sprecher der FDP im Hessischen Landtag, Promny, sagte, die vom Innenminister angeführten Erkenntnisse müssten ernst genommen werden. Einen Generalverdacht gegen junge Menschen mit Migrationshintergrund dürfe es aber ebenso wenig geben wie eine pauschale Gleichsetzung friedlicher Demonstranten mit gewaltbereiten Extremisten. In Köln wurden nach Angaben der Polizei 23 Beamte verletzt und mehrere Verdächtige in Gewahrsam genommen. Randalierende Personengruppen seien durch die Innenstadt gezogen, hieß es.
    Vorausgegangen waren in zahlreichen Städten weitgehend friedliche Jugendproteste. Die Organisatoren von "Gen Z regelt" hatten ausdrücklich zu Gewaltfreiheit aufgerufen. Aus mehreren Städten berichteten Reporter aber, dass sich Extremisten und Randalierer gezielt unter die friedlichen Demonstranten gemischt hätten.
    Diese Nachricht wurde am 01.11.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.