
Bas hatte in einem Brief ihre Entscheidung mit dem Tod ihrer Stieftochter begründet. Weiter schrieb die 58-Jährige, dass die öffentlichen Angriffe auf sie, auch aus den Reihen des Koalitionspartners, weiter forciert worden seien. SPD-Chef Klingbeil erklärte im ARD-Fernsehen, es habe vertrauliche Gespräche - unter anderem mit Journalisten - gegeben, in denen die Union den Druck auf Bas hochgefahren habe, obwohl sie ihre persönliche Situation gekannt habe. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Schwesig von der SPD beklagte, die Attacken der CDU seien unmenschlich und rücksichtslos gewesen.
Die Vorsitzenden von CDU und CSU, Merz und Söder, wiesen die Vorhaltungen zurück. Auch der rheinland-pfälzische Regierungschef Schnieder von der CDU bezeichnete die Vorwürfe als nicht nachvollziehbar.
Nachfolger im Arbeitsministerium soll der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Schweitzer, werden. Der SPD-Vorsitz soll Ende des Jahres neu bestimmt werden.
Diese Nachricht wurde am 12.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
