Interview
Bau-Präsident Demuth warnt vor Enteignungsplänen der Linken in Berlin

Der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Demuth, hat vor dem Vorhaben der Berliner Linken gewarnt, Immobilienkonzerne zu enteignen.

    Blick auf Hochhäuser im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf.
    Die Linke in Berlin hatte im Wahlkampf versprochen, Wohnungen zu vergesellschaften. (picture alliance / Jochen Eckel / Jochen Eckel)
    Die Pläne hätten schon jetzt eine verheerende Wirkung, sagte Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung". So kämen Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen aufnehmen wollten, um Wohnraum zu schaffen, nicht mehr an frisches Geld. Auch staatliche Akteure merkten, dass die Kreditgeber plötzlich zurückhaltender seien. Der Verbandschef betonte, der einzige Weg aus der Misere sei es, das Bauen wieder attraktiver zu machen.
    Die Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen mit mehr als 3000 Wohnungen war ein zentrales Wahlversprechen der Linken bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl. Die Partei war daraus im September als stärkste Kraft hervorgegangen. Derzeit laufen Sondierungsgespräche mit Grünen und SPD über eine gemeinsame Regierung in dem Bundesland.
    Beobachter bezweifeln, dass eine zeitnahe Umsetzung von Enteignungen möglich wäre.
    Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.