Gleichstellung
Behindertenbeauftragter Dusel: Gesetz für mehr digitale Barrierefreiheit reicht nicht aus

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Dusel, hat das Gesetz für mehr digitale Barrierefreiheit ein Jahr nach dem Inkrafttreten als unzureichend kritisiert.

    Der Behinderten-Beauftragte der Bundes-Regierung Jürgen Dusel
    Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung (picture alliance / IPON / Stefan Boness)
    Das Gesetz müsse dringend nachgebessert werden, sagte er dem Medienhaus "Table". Betreiber hätten etwa 15 Jahre, um Geldautomaten barrierefrei zu machen. Diese Übergangsfrist sei viel zu lang. Dusel forderte, das Gesetz auch um weitere Anwendungen zu ergänzen, beispielsweise um Haushaltsgeräte mit digitaler Steuerung oder Gesundheitsdienstleistungen per Smartphone-App.
    Das Gesetz zu mehr digitaler Barrierefreiheit trat im Juni vergangenen Jahres in Kraft. Es verpflichtet erstmals private Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen barrierefrei zu gestalten. Bei der Überwachungsstelle gingen laut "Table" rund 700 Beschwerden ein, Bußgelder wurden nicht verhängt.
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.