
Demnach konzentrieren sich die weiteren Löscharbeiten auf den östlichen Teil des Brandgebiets. Auch seien die Böden nahe der verbrannten Flächen weiterhin extrem heiß. Die gelöschten Flächen sollen mit Drohnen des Zivilschutzes überwacht werden, um ein erneutes Aufflammen zu erkennen. In Torfmooren wie dem Hohen Venn können Brände noch lange unterirdisch schwelen, auch wenn keine Flammen mehr zu sehen sind.
Der Brand im Hohen Venn war am vergangenen Freitag ausgebrochen. Bisher ist Vegetation auf einer Fläche von rund 30 Quadratkilometern verbrannt. Es ist damit der größte Waldbrand in Belgien seit 115 Jahren.
Der ebenfalls Ende vergangener Woche ausgebrochene Waldbrand in der Nähe des nordrhein-westfälischen Ortes Hürtgenwald ist gelöscht. Die letzten Feuerwehreinheiten zögen ab, erklärte Hürtgenwalds Bürgermeister Cranen.
Studie: Waldbrandfläche in Europa könnte sich verdreifachen
Der Klimawandel könnte einer Studie unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zufolge die Fläche von Vegetationsbränden in Europa künftig deutlich ausweiten. Demnach könnte die Fläche im Vergleich zu heute um 39 Prozent steigen, möglicherweise auch um rund 192 Prozent - je nach Ausmaß der Erderwärmung. Eine Simulation des Forschungsteams ergab, dass die rund 40-prozentige Steigerung schon bei einer globalen Erderwärmung um etwa 1,8 Grad zu erwarten sei. Besonders betroffen davon wären den Angaben zufolge Mitteleuropa, weite Teile Westeuropas und der Mittelmeerraum.
Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
