
Wie das Magazin Focus und die Zeitung Die Welt berichteten, geht das aus E-Mail-Verläufen hervor, die nach dem Hackerangriff auf AfD-Server im Internet aufgetaucht sind und die sie einsehen konnten. Demnach grenzte sich die heutige Parteichefin Weidel zwischen 2015 und 2017 anders als aktuell immer wieder intern vom Rechtsaußen-Lager ab. Als Mitglied im Bundesvorstand warnte sie damals davor, dass die Partei die bürgerliche Mitte zu verlieren drohe und ihr die Nennung im Verfassungsschutzbericht bevorstehe. Den Berichten zufolge kritisierte Weidel etwa explizit den thüringischen AfD-Landeschef Höcke wegen rassistischer und den baden-württembergischen Ex-Landtagsabgeordneten Gedeon wegen antisemitischer Äußerungen. Die AfD werde sich in eine nicht mehr beherrschbare Richtung verändern, schrieb sie an ihre Bundesvorstandskollegen. "Wacht endlich auf!", führte Weidel demnach wörtlich aus.
Diese Nachricht wurde am 26.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
