Berlin
Bisheriger Neuköllner Bezirksbürgermeister wenig zuversichtlich, dass Linke Antisemitismusproblem in den Griff bekommt

Der bisherige Neuköllner Bezirksbürgermeister Hikel, SPD, steht einer möglichen Koalition mit der Linkspartei in Berlin ablehnend gegenüber.

    Kerstin Wolter (l), Landesvorsitzende der Partei Die Linke in Berlin, und Elif Eralp (2.v.r), Fraktionsvorsitzende der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus, halten Stimmzettel hoch.
    Auf dem Landesparteitag der Berliner Linken hat eine Mehrheit der Delegierten für Sondierungsgespräche mit Grünen und SPD gestimmt. (dpa / Sebastian Gollnow)
    Der SPD-Politiker sagte im Deutschlandfunk, man habe schon vor den Wahlen gesehen, dass die Landesspitze der Linken Probleme habe, die antisemitischen Ausfälle in der Partei glaubhaft in den Griff zu bekommen. Er habe wenig Vertrauen, dass sich da etwas ändere. Hikel führte aus, es helfe ja nichts, wenn sich die Parteispitze gegen Antisemitismus ausspreche, aber wesentliche Akteure der Partei dem nicht folgten. Hier müsse etwas passieren.
    Nach ihrem Wahlerfolg will die Linke am Donnerstag mit Grünen und SPD Gespräche führen. Wie Grünen-Fraktionschefin Jarasch und die SPD-Landesvorsitzende König mitteilten, soll es noch nicht um Sondierungen gehen, sondern ein "gemeinsames Vorgespräch" sein. Dabei sollen vor allem die Antisemitismus-Vorwürfe gegen Teile der Berliner Linken Thema sein.
    Diese Nachricht wurde am 29.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.