Israel
Bislang kein klarer Sieger bei Parlamentswahl - sehr hohe Wahlbeteiligung

Bei der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich nach ersten Prognosen kein klarer Sieger ab.

    Israel, Tel Aviv: Israelis stehen während der Parlamentswahlen in einem Wahllokal im Stadtteil Florentin Schlange, um ihre Stimme abzugeben.
    Parlamentswahl in Israel (Oren Ziv/dpa)
    Israelische Fernsehsender sehen die Likud-Partei von Regierungschef Netanjahu zwar mit 24 bis 25 Sitzen als stärkste Kraft; Jaschar seines Herausforderers Eisenkot kommt demnach auf 21 bis 23 Sitze. Allerdings konnte sich weder das Lager um Likud noch das um Jaschar die nötigen 61 Sitze in der Knesset sichern, um eine Mehrheit zu erreichen. Entscheidend ist nun, welches Lager weitere Unterstützerparteien findet. Hier könnten auch kleine Parteien den Ausschlag geben. Endgültige Auszählungsergebnisse werden für Ende der Woche erwartet.
    Nach Angaben der Wahlkommission hatte sich am frühen Abend mit 74,3 Prozent eine außergewöhnlich hohe Beteiligung abgezeichnet. Vor zahlreichen Wahllokalen hatten sich lange Schlangen gebildet. Medienberichten zufolge reisten mehr als 70.000 Israelis aus dem Ausland an, um ihre Stimme abzugeben. Eine reguläre Briefwahl oder Stimmabgabe im Ausland war für die meisten Bürger nicht möglich.
    Diese Nachricht wurde am 27.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.