
Innenminister Nuñez sagte dem Fernsehsender TF1, rund 85 Prozent der Festgenommenen seien minderjährig. Das Ausmaß der Gewalt bei den Protesten bezeichnete er als erheblich. Bei den landesweiten Ausschreitungen würden auch Brände gelegt und Ordnungskräfte gezielt angegriffen. Mehr als 300 Polizisten seien bisher bei den Einsätzen verletzt worden, erklärte Nuñez.
Schülerverbände distanzierten sich bei einem Treffen mit Frankreichs Bildungsminister Geffray von der Gewalt. Zugleich warfen sie den Sicherheitskräften ein zu hartes Vorgehen vor. Nach Angaben von Geffray wurden seit dem Beginn der Proteste 170 Schüler und 65 Beschäftigte im Bildungswesen verletzt.
Die Schüler in Frankreich protestieren seit Tagen gegen marode Schulgebäude und Lehrermangel. Für kommenden Dienstag sind weitere Demonstrationen angekündigt.
Diese Nachricht wurde am 03.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
