
Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt/Oder macht Spanien Vorwürfe:
"Die linke Regierung in Madrid hat offenbar nicht nur Probleme, die Landesgrenzen zu schützen, sondern hat zuletzt auch Signale für Migranten gesetzt, dass es sich lohnt, illegal ins Land zu kommen. Als wäre nicht gerade diese Art von Kontrollverlust eine der Hauptursachen für die Unzufriedenheit vieler Europäer und den daraus folgenden Aufstieg rechtspopulistischer Parteien."
"Das Thema Migration ist mächtig, weil es sich hervorragend eignet, Angst zu schüren",
wirft das HANDELSBLATT aus Düsseldorf ein:
"Deshalb sind die Bilder von Ceuta so gefährlich. Und genau deshalb fielen zahlreiche Regierungschefs über den spanischen Ministerpräsidenten Sánchez her. Manche wie US-Präsident Trump, um die eigene eiserne Migrationspolitik zu rechtfertigen. Andere wie Italiens Regierungschefin Meloni, um der Konkurrenz am rechten Rand zuvorzukommen."
"Die harsche Reaktion in Europa zeigt, dass sie Erinnerungen wachruft an 2015",
heißt es im HAMBURGER ABENDBLATT:
"Damals waren Tausende Flüchtlinge in Budapest gestrandet; die Kanzlerin Angela Merkel öffnete ihr Herz und die Grenzen. Erst strömten Tausende, dann Zehntausende, dann Hunderttausende über die Balkanroute nach Mitteleuropa. Eine humanitäre Großtat verwandelte sich in eine politische, ökonomische und gesellschaftliche Überforderung."
Die PFORZHEIMER ZEITUNG thematisiert den Widerstand von CDU-Ministerpräsidenten aus Ostdeutschland gegen die Abschaffung der Rente mit 63:
"Das Motiv des Trios ist nicht billig. Der Landeschef von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, will verhindern, dass er abgewählt wird und sein Nachfolger von der AfD kommt. Seine beiden Kollegen Mario Voigt in Thüringen und Michael Kretschmer in Sachsen unterstützen ihn. Fällt Sachsen-Anhalt an die AfD, könnte das Vorbildwirkung in Ostdeutschland entfalten."
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER fragt:
"Glauben die Ministerpräsidenten wirklich, die populistische Sozialkarte ziehen zu müssen, um der AfD Paroli zu bieten? Und sehen die anderen in der Partei nicht, dass sie mit ihren Nörgeleien gegen Kanzler Merz den Rechtsextremen nur Auftrieb geben?"
Zum Schluss noch die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG zu den Turbulenzen beim Weltfußball-Verband FIFA:
"Jetzt muss der FIFA-Chef weg! Die Ikarus-Metapher mag schon tausendfach bemüht worden sein. Aber auf Infantino trifft sie erstaunlich gut zu. In diesen Tagen erinnert der FIFA-Boss an die Figur aus der griechischen Mythologie, die im Übermut der Sonne entgegenflog und dann abstürzte. Doch nicht allein die Hybris ist Infantino nun zum Verhängnis geworden. Es sind auch die Gier nach immer neuen Einnahmequellen und die Skrupellosigkeit, mit denen er den Weltfußball auspresst."
