01. Oktober 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Zeitungen von morgen beschäftigen sich unter anderem mit dem Westfälischen Friedenspreis, der an die Nato verliehen wurde.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, l) zeichnet Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit dem internationalen Preis des Westfälischen Friedens 2026 aus.
    Bundeskanzler Merz zeichnete NATO-Generalsekretär Rutte mit dem internationalen Preis des Westfälischen Friedens 2026 aus. (picture alliance / dpa / Fabian Strauch)
    Das HANDELSBLATT aus Düsseldorf meint:
    "Dass die Nato in Münster mit dem Friedenspreis geehrt wird, ist nicht nur gerechtfertigt, es ist überfällig."
    Die MAGDEBURGER VOLKSSTIMME erinnert an die Nato-Einsätze im Kosovo und in Afghanistan, und kritisiert:
    "Um Akzeptanz in der Gesellschaft zu schaffen, wird propagierend nachgeholfen. So kommt ein Friedenspreis für ein Bündnis zustande, das ohne seine militärische Komponente gar keine Existenzberechtigung hätte. Eine glatte Fehlentscheidung."
    Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG geht auf die Laudatio von Bundeskanzler Friedrich Merz ein:
    "Es ist ein richtiges Zeichen, dass der Kanzler bei der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises nicht nur den Preisträger, die Nato, würdigt. Sondern wie deutlich er sich in Sachen Ukraine und Russland äußert."
    Die LAUSITZER RUNDSCHAU beschäftigt sich mit den Vorgesprächen über eine mögliche Regierungsbildung zwischen Linken, Grünen und SPD in Berlin - und beschwört:
    "Die Gespräche müssen gelingen. Scheitern sie, wäre Berlin womöglich politisch gelähmt. Zwar hätten auch CDU, Grüne und SPD eine Mehrheit - aber eine so knappe, dass sie kaum trägt."
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG nimmt die Wahlsiegerin in die Pflicht:
    "Die Linke will in Berlin regieren, und sie hat darauf nach der Wahl vom 20. September einen Anspruch. Aber sie muss dann auch endlich anfangen, nicht nur mit ihrer Stärke zu trumpfen - sondern auch zu vermitteln."
    Der Berliner TAGESSPIEGEL widmet seinen Kommentar dem wegen seiner Kontakte zu Kriminellen in die Kritik geratenen Berliner Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak:
    "Dass Koçak nur seinen Sitz im Innenausschuss abgibt, aber mit dem Segen seiner Genossen sein Direktmandat, an dem sein Bezirksverband finanziell gut mitverdient, behält, zeigt, wie es moralisch um die Partei steht. Die Linke muss ihren Helden stürzen, um glaubhaft zu bleiben – und in Berlin regieren zu können."
    Abschließend zwei Kommentare zur Zuckersteuer, die erst von Finanzminister Lars Klingbeil forciert und nun vom Bundeskanzleramt wieder kassiert wurde.
    "Eine absolut richtige Entscheidung", findet die MEDIENGRUPPE BAYERN.
    "Klingbeil hat sich indes verdächtig gemacht. Wie er und die SPD mit dem Geld der Bürger umgehen würden, wenn man ihnen mehr Freiheit geben würde, Steuern zu erhöhen oder neue zu erheben. Klingbeil kann der Verlockung nicht widerstehen."
    Die F.A.Z. sieht es so:
    "Die schwarz-rote Koalition schafft es, mit einer Bagatellsteuer für maximale Konfusion zu sorgen. Was Union und SPD da treiben, wirkt auf Außenstehende nur noch verstörend. Die Regierung schafft es nicht einmal, einfache Vorhaben auf den Weg zu bringen."