
Dafür habe er "Unterstützung und Lob ausdrücklich verdient", heißt es bei der MEDIENGRUPPE BAYERN:
"Außenpolitisch erfüllt Merz die in ihn gesetzten Erwartungen. Er sorgt dafür, dass wir weiter an der Seite der demokratischen Ukraine stehen. Klar, dass die Putin-Versteher von AfD und Linken gegen Merz wettern – von Russlands fünfter Kolonne ist nichts anderes zu erwarten."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG begrüßt es, dass Merz der Ukraine weitere Hilfen zugesagt hat:
"Um in Deutschland die Parteien zu fördern, die ein Ende der Unterstützung der Ukraine fordern, intensiviert Putin auch seinen 'hybriden' Krieg. Auch der soll die Kriegsangst der Deutschen vergrößern. Der Kanzler tat gut daran, Putin nun auch mit dem Besuch in Kiew zu zeigen, dass er mit seinen Einschüchterungsversuchen bei ihm auf Granit beißt."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG sieht es so:
"Der Bundeskanzler verspricht auch neue Militärhilfen, die das Land so dringend nötig hat. Für Merz ist die Reise nach Kiew natürlich auch ein Versuch, aus der politischen Defensive zu kommen. Die Zukunft seiner Regierungskoalition ist so ungewiss wie wohl nie zuvor. Klar ist: Für Selenskyj und die Ukraine wäre ein Scheitern der schwarz-roten Bundesregierung eine Katastrophe."
Zum Zustand der Koalition schreibt die AUGSBURGER ALLGEMEINE :
"Dass sich der Bundespräsident einschalten muss, zeigt: Es ist ernst. Die Debatte um ein vorzeitiges Ende der Koalition ist kein Hirngespinst einer hypernervösen Öffentlichkeit."
"Union und SPD sind aneinander gebunden", meint die PFORZHEIMER ZEITUNG und gibt sich optimistischer:
"Beide würden massiv verlieren, käme es zu Neuwahlen. Auch wenn die Herausforderungen im Moment so groß sind wie selten zuvor: Es ist nicht das erste Mal, dass die Koalition totgesagt wird. Bisher hat sie sich immer wieder zusammengerauft."
Und die NÜRNBERGER NACHRICHTEN betonen:
"Ein Ende der Koalition wäre das nächste Kapitel einer abgrundtiefen Erschütterung der etablierten Parteiendemokratie."
Zum Schluss noch ein Blick auf die Wohnungskrise und die Proteste in Spanien.
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU unterstreicht:
"Wohnen ist die große soziale Frage unserer Zeit. Daran zerbricht in Spanien gerade die linke Regierung. Zehntausende waren am Wochenende auf den Straßen, immer mehr Protestcamps entstehen. Der sozialistische Ministerpräsident Sánchez will auf der Welle mitreiten. Vorgezogene Neuwahlen im Zeichen eines populären Gerechtigkeitsthemas sollen die Sánchez-Koalition retten. Der Berlin-Coup der Linken sollte ihm Mut machen: Das Thema Wohnen kann Wahlen gewinnen."