05. Oktober 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Zeitungen kommentieren unter anderem die Vergabe des Medizin-Nobelpreises - unter den drei Preisträgern sind zwei Forscher aus Deutschland.

    Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel sind auf dem Bildschirm zu sehen, als ihnen der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2026 verliehen wird.
    Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel erhalten den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2026. (Pontus Lundahl / TT News Agency / AP)
    Die NÜRNBERGER NACHRICHTEN finden:
    "Im trüben Einerlei der deutschen Stimmungslage ist das wirklich mal eine gute Nachricht: Die beiden deutschen Wissenschaftler Peter Hegemann (Berlin) und Georg Nagel (Würzburg) erhalten gemeinsam mit ihrem amerikanischen Kollegen Karl Deisseroth den Nobelpreis für Medizin. Ohne die Ausgezeichneten instrumentalisieren zu wollen, sollte man einfach mal feststellen, dass Deutschland oft noch ganz vorne steht - trotz gigantischer Probleme in Wirtschaft, Sozialsystemen und Politik."
    Mit Blick darauf, dass es sich bei den Preisträgern um Grundlagenforscher handelt, merkt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG an:
    "Das ist natürlich zuerst ein riesiger Erfolg der deutschen Wissenschaft. Aber es passt eben auch in das Bild, das hierzulande seit Langem kursiert: Deutschland kann Grundlagenforschung, doch wenn es darum geht, bahnbrechende Entdeckungen rasch in Ideen umzumünzen, die sich technisch nutzen und monetarisieren lassen, da packen andere schneller zu."
    Die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg hält dagegen:
    "Grundlagenforschung lässt sich nicht nach dem nächsten Geschäftsabschluss beurteilen. Wer vor jedem Experiment einen wirtschaftlichen Nutzen verlangt, gefährdet die Entdeckungen von morgen."
    Die Spitzen der deutschen Geheimdienste haben heute vor der Gefahr durch Russland gewarnt. Dazu heißt es im REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER:
    "Die Präsidenten der Geheimdienste haben bei ihrer Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontollgremium selten so offen gesprochen. Deswegen sollte den Deutschen klar sein, dass die Zeit der großen Sicherheit jetzt endgültig vorbei ist. Die eindringlichen Warnungen vor möglichen Anschlägen, Sabotageaktionen und digitaler Propaganda aus Russland sind keine Panikmache."
    Die MEDIENGRUPPE BAYERN meint zu den Geheimdiensten:
    "Lange genug haben sie Informationen gesammelt. Nun geht es darum, der Bevölkerung auch die Erkenntnisse zu vermitteln – damit jeder versteht: Die Bedrohung für Land und Leute ist real."
    Das REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND schaut auf die morgen anstehende konstituierende Sitzung des Landtags in Sachsen-Anhalt, und notiert:
    "Die AfD wird, mit den Stimmen des BSW, voraussichtlich ihren ersten Landtagspräsidenten stellen. Sie beteuert, dieses wichtige Amt überparteilich führen zu wollen – das ist jedoch stark zu bezweifeln."
    Das STRAUBINGER TAGBLATT erwartet:
    "Die Szenen werden nicht so chaotisch sein wie vor zwei Jahren in Thüringen. Aber man sollte sich keine Illusionen machen: Die AfD wird dieses Amt nutzen, um es ihren Gegnern so schwer wie möglich zu machen."