07. Oktober 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Zunächst mit Kommentaren zum dritten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas am 7. Oktober 2023:

    Ein Mann kniet vor einem Grabstein.
    Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Überfalls vom 7. Oktober 2023. (dpa/picture alliance/Ariel Schalit)
    Das HANDELSBLATT blickt nach Israel: "Statt dass ein verwundetes Land an einem solchen Tag zusammenfindet, trauern Angehörige der Todesopfer und Geiseln getrennt von den offiziellen Gedenkveranstaltungen der Regierung. Den Preis für Netanjahus politisches Überleben zahlen die Israelis mit ihrem Frieden."
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG hält fest: "Zu den Folgen des 7. Oktober gehört der Anstieg des Antisemitismus in vielen Teilen der Welt, auch in Deutschland. Wenn Kanzler Merz sagt, Juden müssten hier 'ohne Angst leben können', dann ist das mehr Anspruch als Wirklichkeit. Die deutsche Gesellschaft, in ihren alteingesessenen wie eingewanderten Teilen, hat hier erschreckend wenig aus der Geschichte gelernt."
    Die JÜDISCHE ALLGEMEINE mahnt: "Vielleicht müsste man auch mal das Narrativ korrigieren, wonach die derzeitige Gaza-Empörung zwangsläufig Ausdruck linker oder sozialistischer Politik sei. Denn darin liegt das Problem. Solidarität mit den Schwächsten ist ein linkes Anliegen. Aber die Verharmlosung von Terror ist es nicht. Antisemitismus ist es nicht."
    Die Zeitungen beschäftigten sich auch mit Bundesverteidigungsminister Pistorius, der in Berlin eine Rede während eines Protestmarsches gegen die AfD gehalten hat.
    Das HAMBURGER ABENDBLATT lobt: "Der Sozialdemokrat Boris Pistorius erhob die Stimme, er sprach von Wut, war kämpferisch."
    Die ZEIT notiert: "Ja, die Pistorius-Rede war reine Symbolik. Aber was waren denn die Simson-Ausfahrten von Ulrich Siegmund? Politik ist eben nicht bloßes 'Problemlösen' sondern eben auch symbolische Kommunikation. Umso mehr kommt es auf Politiker an, die situatives Geschick haben."
    Die WESTDEUTSCHE ZEITUNG aus Wuppertal wirft ein: "Inhaltlich lag Boris Pistorius richtig. Wohl aber wird man den Sozialdemokraten ihren Anteil an diesen Entwicklungen vorhalten müssen."
    Auch der Zustand der CDU ist weiter Thema: "Die CDU Sachsen-Anhalt ist eine tickende Zeitbombe für Kanzler Merz", meint die SÄCHSISCHE ZEITUNG und erklärt: "Sollte sich tatsächlich erweisen, dass vier CDU-Landtagsabgeordnete für den AfD-Mann Rausch gestimmt haben, dann wäre Merz‘ Autorität irreparabel beschädigt."
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG blickt voraus: "Für den AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, bildet all das eine hervorragende Ausgangsbasis für die Ministerpräsidentenwahl, die er Mitte Dezember abhalten lassen will. Wohlweislich nach dem CDU-Landesparteitag, auf dem eine neue Spitze gewählt werden soll."