18. Oktober 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Im Mittelpunkt stehen die Ausschreitungen und Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und bessere Bildungsbedingungen in Frankreich.

Demonstranten werfen während einer Kundgebung gegen die „hohen Lebenshaltungskosten“ am 17. Oktober 2026 auf der Place de la République in Paris einen Gegenstand in die Flammen.
Die Ausschreitungen in Frankreich und ihre politischen Konsequenzen sind ein Thema in den Kommentaren (Archivbild). (picture alliance / abaca / Jumeau Alexis)
Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) stellt fest:
"Zum wiederholten Mal wird Frankreich von einer Welle der Gewalt überrollt. Die Regierung findet bislang darauf wenig Antworten. Frankreichs Spaltung ist mit den Krawallen vom Wochenende noch tiefer geworden."
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg wendet ein:
"Was gern als 'Lust der Franzosen an der Revolution' bezeichnet wird, erklärt sich auch aus einem mangelnden Austausch zwischen Regierenden und Regierten. Dies hat sich unter Präsident Emmanuel Macron noch verstärkt. Eine rein autoritäre Antwort dürfte die Lage nicht beruhigen."
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER ist der Ansicht, die Proteste führten der Regierung ihr...
"... Scheitern vor Augen. Ob sie den Protestlern etwas anbieten kann, das mehr ist als Augenwischerei, bleibt angesichts der angespannten Budgetlage allerdings fraglich."
Nun nach Berlin. Der MÜNCHNER MERKUR befasst sich mit den von Linken, Grünen und SPD geplanten Koalitionsverhandlungen:
"In der deutschen Hauptstadt steuern sie vorsätzlich ein Bündnis mit Extremisten und Antisemiten an, trotz anderer Mehrheit in der demokratischen Mitte. Das drohende Linksbündnis für Berlin ist das radikalste seiner Art. Denn auch die geplanten Inhalte sind gefährlich."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU sieht die geplante Koalition dagegen als Chance:
"Es kann der Demokratie nur dienen, wenn es innerhalb des demokratischen Lagers noch oder wieder eine Auswahl zwischen klar unterscheidbaren Politikmodellen gibt. Das Sondierungspapier lässt sich am besten als Skizze für ein sozialdemokratisches Projekt im ursprünglichen Sinn des Wortes beschreiben. Da findet sich nichts Systemsprengendes."
Weniger optimistisch blickt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG auf die bisherigen Verhandlungsergebnisse:
"Sieht man sich an, was in dem Sondierungspapier von Linkspartei, SPD und Grünen steht, hört man, was von deren Protagonisten dazu erklärt worden ist und was ungesagt blieb, dann wird man kaum anders können, als dem CDU-Spitzenkandidaten Evers beizupflichten: Sollte diese Koalition zustande kommen, dann wäre das wirklich eine Verschiebung der Koordinaten in Richtung der Extreme."
DIE WELT warnt vor den Folgen der Pläne von Linken, Grünen und SPD in Berlin:
"Sie werden enteignen wollen, sie werden vergesellschaften wollen, und sie werden erfolgreichen und wohlhabenden Bürgern das Leben so schwer wie möglich machen. Sie werden Unternehmer vertreiben. Diese Stadt, die sowieso schon strauchelt, wird noch mehr straucheln."