21. Oktober 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert wird die Zustimmung Russlands zur Wiederaufnahme von trilateralen Gesprächen mit der Ukraine und den USA.

Der russische Präsident Wladimir Putin (links), sein Berater Juri Uschakow (3. von links), Steve Witkoff (2. von rechts) – Sondergesandter des US-Präsidenten für Friedensmissionen – sowie Kirill Dmitrijew (rechts), russischer Sonderbeauftragter des Präsidenten für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland, sind hier während eines Treffens im Konstantin-Palast zu sehen.
Steve Witkoff, Sondergesandter des US-Präsidenten für Friedensmissionen, spricht mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. (picture alliance/TASS/Kristina Solovyova)
"Keine Kompromisse, das ist die Linie des Kreml", konstatiert die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:
"Denn zu den Dingen, bei denen der Kreml keine Zugeständnisse macht, gehört der Donbass. Solange Trump die Ukraine nicht zum Rückzug zwingt, verlässt Putin sich auf seine Armee. In der Zwischenzeit lenkt der Kreml Trump gern mit Wirtschaftsdeals und Gefangenenaustauschen von seiner Kompromisslosigkeit ab."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG beobachtet:
"Der russische Präsident hat einen ausgeprägten Sinn dafür, politische Begegnungen so zu inszenieren, dass sie ein symbolisches Machtgefälle zu seinen Gunsten zeigen. Dass Trump und seine Leute sich auf solche Spielchen einlassen, die das tatsächliche Verhältnis wirtschaftlicher und militärischer Stärke zwischen Russland und den USA auf den Kopf stellen, ist fatal. Denn die Folgen sind nicht symbolisch, sondern real. Eine Waffenruhe oder gar ein Frieden in der Ukraine sind damit in noch größere Ferne gerückt."
Die TAGESZEITUNG – TAZ - unterstreicht:
"Die Ukraine taumelt, jeden Tag getroffen von Hunderten russischen Raketen und Drohnen, auf einen katastrophalen Winter zu. Trumps schändlichem Verrat setzt Europa bisher nur Heuchelei entgegen. Zwar wird mit Geld und Waffen geholfen. Doch die militärischen Rüstungsgüter, die die Ukraine wirklich bräuchte, um Putins Soldateska tief im Hinterland zu attackieren, werden nicht geliefert. Solange das so bleibt, sind Europas warme Worte für Selenskyj reine Verlogenheit. Und am Ende werden wir ein Vielfaches zahlen müssen für unsere Sicherheit vor Russland."
Die Vereinten Nationen warnen in einem aktuellen Bericht vor einer Erderwärmung um 2,8 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts. Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf fordert:
"Die klimaschädlichen Emissionen müssen rasch runter, aus der Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen muss man raus. Nun gibt es den Reflex, mit dem Finger auf die weltweit größten Verursacher von Treibhausgasen zu zeigen, China und die USA. Mögen die doch vorangehen. Doch mit dieser Haltung lässt sich keine positive Veränderung gestalten. Es braucht Regierungen, die Fakten anerkennen, die Wissenschaft ernst nehmen und darauf Politik aufbauen. Europa und Deutschland sollten hier vorangehen."
"Deutschland war lange eines der Länder, das sich eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben hatte", erinnert der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER:
"Kanzlerin Merkel ließ sich einst vor den Eisbergen fotografieren. Doch das ist Schnee von gestern. Mittlerweile ist Klimaschutz politisch nicht mehr sexy. Der Kampf gegen die Wirtschaftskrise scheint wichtiger als der Kampf gegen die Klimakrise. Der Hitzesommer 2026 dürfte deshalb kein einmaliges Extremwetter, sondern ein Vorbote auf die nächsten Jahre gewesen sein."