23. Oktober 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

In den Wochenendausgaben der Zeitungen geht es unter anderem um anstehende Personalentscheidungen in der Bundespolitik.

    Markus Söder steht an einem Redepult und spricht in zwei daran montierte Mikrofone. Er ist von der Seite fotografiert und unterstreicht das Gesagte gestikulierend mit seiner linken Hand.
    Der CSU-Vorsitzende Söder will Ilse Aigner als Bundespräsidentin durchsetzen - aber nun könnte auch die CDU einen eigenen Vorschlag anstreben. (Sven Hoppe / dpa)
    Während Bayerns Ministerpräsident Söder seine CSU-Parteikollegin Ilse Aigner zur nächsten Bundespräsidentin machen will, beharrt NRW-Ministerpräsident Wüst auf einem eigenen Vorschlag der CDU. Dazu schreibt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG:
    "In München heißt es: die Ilse! In Düsseldorf, aber nicht nur dort: Die CDU muss selbst einen Kandidaten präsentieren können, ob Weiblein oder Männlein! Tatsächlich würde es Merz wohl eher als ein weiteres Zeichen der Schwäche als eines von souveräner Großzügigkeit ausgelegt, wenn er der CSU ohne Weiteres den Vortritt ließe."
    Die LANDSHUTER ZEITUNG erwartet, dass Lars Klingbeil nach dem Rückzug von Bärbel Bas weiterhin SPD-Chef in einer Doppelspitze bleibt:
    "Die andere Spitze könnte künftig eine Frau sein, die glaubhaft für sozialdemokratische Ziele kämpft und dabei jene Empathiefähigkeit zeigt, die viele vor allem bei Kanzler Friedrich Merz vermissen. Nennen wir sie Manuela Schwesig."
    Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf befasst sich mit der gestrigen Ministerpräsidentenkonferenz:
    "Ein AfD-Ministerpräsident – und auch eine mögliche Linken-Regierungschefin in Berlin – werden die Dynamik der Runde verändern. Umso wichtiger ist es, dass sich die anderen Länderchefs auch künftig nicht auseinanderdividieren lassen. Denn davon profitieren am Ende nur die Ränder."
    Mit Sach- statt Personalfragen befasst sich die PFORZHEIMER ZEITUNG:
    "Trotz aller Bemühungen um Reformen und Entlastungen bleibt die Unzufriedenheit in der Gesellschaft groß. Dass akuter Handlungsbedarf besteht, haben Union und SPD immerhin erkannt. Doch die Regierung weckt Erwartungen, ohne ausreichend zu erklären, wie sie ihre Vorhaben verwirklichen will."
    Die Union ist skeptisch gegenüber einem Vorschlag unter anderem von der SPD, künftig auch Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen zu lassen. Die MEDIENGRUPPE BAYERN, zu der die MITTELBAYERISCHE ZEITUNG gehört, warnt:
    "Es wäre davon die Rede, dass sich Politiker schadlos halten, aber den Bürgern Lasten zumuten. Das wäre eine verheerende und lange nachwirkende Botschaft, die alles, was sonst beschlossen wird, überlagern würde. Doch in der Union scheinen viele bereit, diesen Preis zu zahlen."
    Die Politik müsse aufwachen, fordert der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER - denn:
    "Wir haben ein Gerechtigkeitsproblem. Die Jungen zahlen immer höhere Sozialabgaben. Doch auf den Generationenvertrag ist kein Verlass mehr: Wenn sie mal alt sind, gibt es nicht mehr viel gesetzliche Rente. Künstliche Intelligenz bedroht ihre Jobs, Klimaerwärmung ihre Umwelt, Russland ihre Sicherheit."