27. Oktober 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert wird unter anderem die Asien-Reise von Bundeskanzler Merz. Dieser wirbt für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den elf Mitgliedsstaaten der sogenannten Transpazifischen Partnerschaft - darunter Singapur und Japan..

Bundeskanzler Merz (l.) und Singapurs Ministerpräsident Wong geben sich die Hand.
Bundeskanzler Merz (l.) und Singapurs Ministerpräsident Wong (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
Das STRAUBINGER TAGBLATT betont:
"Trumps Angriffe auf den freien Welthandel setzen Deutschland und die besuchten Länder unter Druck und erhöhen das Interesse an verlässlichen Alternativen. Merz' Vorstoß weist deshalb in die richtige Richtung: Europa und die Staaten des Pazifikraums sollten ihre gemeinsamen Interessen in belastbare Regeln gießen. Nicht als Bündnis gegen Trump, sondern als Absicherung gegen dessen Unberechenbarkeit."
Die GLOCKE aus Oelde unterstreicht:
"Engere wirtschaftliche Bande in den Pazifikraum zu knüpfen, bedeutet keine Abkoppelung von China und erst recht nicht vom wichtigen Partner USA. Aber wenn diese beiden Länder rücksichtslos Großmachtpolitik betreiben, tut die EU gut daran, nach neuen Partnern Ausschau zu halten. Ein Abkommen mit den Pazifikanrainern würde ein Zeichen für offene Märkte, verbindliche Regeln und internationale Zusammenarbeit setzen. Europäische Unternehmen profitierten von einem Markt mit 600 Millionen Einwohnern und könnten sich so neue Wachstumschancen erschließen."
Der ​finnische Präsident Stubb und der norwegische Ministerpräsident Støre haben mit dem russischen Staatschef Putin über den Krieg in der Ukraine gesprochen.
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG begrüßt die Initiative:
"Stubb und Støre sind entschiedene Unterstützer der Ukraine. Sie haben nun etwas getan, was dieses Lager in Europa, das immer noch weit größer ist als das der Kremlfreunde, schon lange hätte tun müssen: Sie haben das Gespräch mit Putin gesucht. Europa schaut seit zwei Jahren dabei zu, wie Trump mit Putin über die Ukraine und damit über die Sicherheitsordnung in Europa verhandelt. Das allein ist schon keine gute Entwicklung. Man sollte möglichst am Tisch sitzen, wenn über den eigenen Kontinent entschieden wird."
Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland kommen nicht mehr als Standorte für ein Atommüll-Endlager infrage.
Die PFORZHEIMER ZEITUNG schreibt:
"Mit jeder gestrichenen Region wächst anderswo die Sorge: Trifft es uns? Entscheiden muss die Sicherheit, nicht das Parteibuch des Ministerpräsidenten. Gesucht wird der beste Standort, nicht der politisch bequemste."
Die BERLINER MORGENPOST hält fest:
"Seit 1977 Gorleben als Standort vorgeschlagen wurde, beschäftigt das Thema die Republik. Und noch immer ist keine seriöse Prognose möglich, wann denn tatsächlich ein Standort beschlossen wird, von einer Inbetriebnahme ganz zu schweigen. Ohne Abstriche bei Sorgfalt und Sicherheit zu machen: Das muss schneller gehen."