02. November 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Innenminister Dobrindt hat unter anderem "migrantische Milieus" für die Krawalle vom Wochenende verantwortlich gemacht.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Rednerpult des Bundestags
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) (picture alliance / Andreas Gora / Lenny Karpe)
"Nicht verleugnen, was alle sehen", titelt dazu die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG und führt aus:
"'Was sind denn migrantische Gruppen?", fragte Verteidigungsminister Pistorius, als er Auskunft geben sollte, ob er sich der Ansicht von Innenminister Dobrindt anschließe. Sollte Pistorius wirklich nicht wissen, was migrantische Gruppen sind? Ist er so selten in den Innenstädten und auf den Bahnhöfen unterwegs, wo man solche Gruppen sehen, hören und fürchten kann?"
Das Portal T-ONLINE aus Berlin ist folgender Meinung:
"Schon jetzt steht fest: Einschlägige Kreise werden jeden einzelnen Mohamed und jede einzelne Aylin wütend bejubeln, die sich für die Krawalle vom Wochenende zu Recht verantworten müssen. Die Gründe der Krawalle aber liegen tiefer. Denn auch Jakob, Tim, Emma und Lea sind ebenso wütend und besorgt. Die Generation ihrer eigenen Eltern hat sie abgehängt und im Stich gelassen."
Im KÖLNER STADT-ANZEIGER ist zu lesen:
"Es geht nun nicht darum, vor dem nächsten Protestzug Migranten zu diffamieren. Aber die Dinge müssen offen benannt werden. NRW-Innenminister Reul hat recht, wenn er das einfordert. Nur wenn bekannt ist, wer die Gewalt organisiert, ist es möglich, dieser wirksam zu begegnen."
Themenwechsel. Das Justizministerium hat einen ersten Referentenentwurf zur Verschärfung des Sexualstrafrechts veröffentlicht. Vorgesehen sind unter anderem erstmals Strafen für verbale sexuelle Belästigung. Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER erläutert:
"Es ist gut, dass sich die Justizministerin des Themas annimmt, doch hätten die Strafen noch deutlich härter ausfallen müssen, um auf die barbarischen Entwicklungen der heutigen Zeit angemessen zu reagieren."
Die TAZ merkt an:
"Fast alle Frauen kennen das: Sie schlendern durch die Straßen und müssen sich obszöne Sprüche von Männern anhören. Es geht hier nicht ums Flirten, es geht um Machtdemonstrationen. Deshalb ist es richtig, derartiges Verhalten zu bestrafen."
Im Land Berlin versuchen Linke und Grüne zusammen mit der SPD eine Regierung zu bilden. Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG bemerkt dazu:
"Schon vor dem Start der Koalitionsverhandlungen von Linkspartei, Grünen und SPD hat sich eine breite Front gebildet, um eine solche Regierung zu verhindern. Aber ein Nein zu Rot-Grün-Rot lässt völlig unbeantwortet, wer denn sonst regieren soll."
DER TAGESSPIEGEL analysiert:
"Rot-Grün-Rot hat gerade erst angefangen, zu verhandeln, und steht schon unter Druck. Die vielen Milliarden, die etwa die Vergesellschaftung kosten würde, sind längst nicht gedeckt."