
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER notiert:
"Bei der anschließenden Pressekonferenz hat man dann zwei Politiker erlebt, die auf ihre eigene Art standhaft bleiben. Selenskyjs Ukraine führt weiter einen Krieg für die Freiheit Europas, während Merz dafür sorgt, dass Deutschland als Hauptunterstützerstaat nicht von der Fahne geht. Beide wissen: Dieser Krieg ist ein Marathonlauf."
Der Kommentar aus der MEDIENGRUPPE BAYERN stellt fest:
"Diesmal hat Kanzler Friedrich Merz 200 Millionen Euro als akute Winterhilfe versprochen. Die ist leider nötig. Eine irre hohe Zahl ist aber auch die Summe, die die Ukraine ab 2027 benötigt. Sollte Deutschland den Großteil tragen, würde das Verständnis für die Unterstützung sicher stark abnehmen. Noch mehr Schulden für einen Krieg, der in den fünften Winter geht, machen vielen nachvollziehbar Angst."
Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) fasst zusammen:
"Der Katzentisch, das war ursprünglich mal eine scherzhafte Bezeichnung für den Fußboden, auf den man Katzen Essensreste warf. Heute stellt man sich darunter ein kleines Tischchen für die Kinder vor. Wer verstehen will, wie die USA mit Deutschland und anderen Ländern bei den Gesprächen über die Ukraine umgehen, muss sich nicht nur vorstellen, wie Kinder an einen Tisch am Rand gesetzt werden. Sondern wie dorthin auch noch die Rechnung gebracht wird."
Der Kommentar in der AUGSBURGER ALLGEMEINEN beschäftigt sich mit den Hackerangriffen auf Supermarktketten, bei denen die Kühlregale manipuliert wurden. Dort heißt es:
"Es wäre zu einfach, die Schuld allein bei Verbrauchern oder Supermarktbetreibern abzuladen. Die Lücken stecken in den Produkten. Und das Problem reicht weit über Kühltheken hinaus. Auch Heizungen, Gebäudetechnik, Industrieanlagen oder die Software von Rathäusern hängen am Netz – und sind angreifbar, wenn niemand sie pflegt."
Das STRAUBINGER TAGBLATT warnt:
"Wenn grundlegende Dinge vernachlässigt werden, ist nicht nur der einzelne Betrieb, sondern die vernetzte Gesellschaft insgesamt angreifbar. Dabei ist die Kühlschrank-Attacke noch vergleichsweise harmlos. Was, wenn es um große Kühlhäuser geht oder um empfindliche Medikamente?"
In der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG wird die Diskussion um die Ausschreitungen nach den Jugendprotesten kommentiert:
"Es waren beinahe zu hundert Prozent junge Männer, die da nachtsmarodierten und brandschatzten. Nach Angaben der Frankfurter Polizei viele mitMigrationshintergrund. Es muss möglich sein, eine sachliche Debatte zu führen, warum so regelmäßig Männergruppen aus dem jetzt ebenfalls viel diskutierten 'migrantischen Milieu' mit Krawallen auffällig werden."
