
Bei den Tonaufnahmen handelt es sich um Interviews im Zusammenhang mit dem Prozess, in dem sich die Unternehmerin Christina Block wegen möglicher Kindesentführung verantworten muss. "Zeit"-Chefredakteur di Lorenzo sagte, die Darstellung des Landgerichts, wonach die Tonaufzeichnungen freiwillig ausgehändigt worden seien, sei grotesk. Die Redaktion sei stark unter Druck gesetzt worden. Mit der Übergabe habe man eine Durchsuchung abwenden können.
Kritik kam auch von Journalistenverbänden. Hamburgs Mediensenator Brosda, SPD, forderte eine rechtliche Klärung der Vorgänge. Die Pressefreiheit sei ein hohes Gut. Dazu gehörten auch das Redaktionsgeheimnis und der Quellenschutz.
Das Gericht macht geltend, es drohe keine Enttarnung von Quellen, da die Interviewten in dem Tonmaterial bekannt seien. Die Aufzeichnungen könnten dazu dienen, die Glaubwürdigkeit von Zeugen zu überprüfen.
Diese Nachricht wurde am 13.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
