Nach Flucht in die USA
Bolsonaro erklärt sich zum Wahlsieger

Der Verlierer der Präsidentschaftswahl in Brasilien, Flávio Bolsonaro, hat sich als Opfer von Wahlbetrug und politischer Verfolgung bezeichnet.

    Flávio Bolsonaro steigt am 28. Oktober 2026 nach seiner Ankunft am Opa Locka Executive Airport in Miami, Florida, aus dem Flugzeug.
    Flávio Bolsonaro steigt am 28. Oktober 2026 nach seiner Ankunft am Opa Locka Executive Airport in Miami, Florida, aus dem Flugzeug. (RICARDO ARDUENGO / AFP)
    Es war seine erste öffentlichen Stellungnahme nach der Flucht aus seiner Heimat in die USA. Auf der Plattform X wiederholte Bolsonaro seine Forderung, den Sieg von Amtsinhaber Lula da Silva für ungültig zu erklären. Er wolle dem gesamten brasilianischen Volk mitteilen, dass er der gewählte Präsident sei. In einer späteren Version seines Schreibens ersetzte er die Selbstbezeichnung "gewählter Präsident" durch "Anführer".
    Gegen den 45-Jährigen wird in Brasilien wegen mutmaßlicher Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung ermittelt. Heute traf Bolsonaro mit seiner Ehefrau und seinen beiden Töchtern im US-Bundesstaat Florida ein.
    Diese Nachricht wurde am 28.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.